Dr. med. Eckhart von Hirschhausen “Glück kommt selten allein”

Dr. med. Eckart von HirschhausenGlück kommt selten allein
Glück kommt selten allein …

Rowohlt Verlag 2009
384 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
zahlreiche 4-farbige Abbildungen
Originalausgabe
€  18,90 (D) / sFr. 29,90
ISBN: 978-3-498-02997-5

Die Sache mit den Kleeblättern

Jeder ist auf der Suche nach dem Glück: der eine sucht es im Geld, der nächste in beruflicher Erfüllung, viele in der Liebe, manch einer im Spiel. Doch in diesem Buch werden Sie abgedroschene Sprüche wie „Glück im Spiel, Pech in der Liebe“ nicht finden. Dr. med. Eckhart von Hirschhausen erklärt in „Glück kommt selten allein“, dass wir das Glück jeden Tag und an jedem Ort finden können, oft durch Zufall und meist ganz einfach, z.B. in einem guten Essen, an einem sonnigen Plätzchen, in einer schönen Nacht, im Stolz auf die eigenen Kinder, beim Spass mit Freunden oder auch einfach in einem Eierbecher voller Rosinen.

Fehlen darf auch in seinem zweiten Buch der ärztliche Blick auf dieses Phänomen nicht. Deswegen werden wir auch gleich in die Lehre des Glyks (weithin als Zucker bekannt) eingeführt und verstehen plötzlich, warum Menschen auf Diät immer so schlechte Laune haben – Tipp: es ist nicht ihr (Über)gewicht! Aber auch für das, was viele vom Glück-Finden abhält, findet Hirschhausen natürlich eine medizinische Erklärung oder besser gesagt gleich zwei: erstens die Volkskrankheit Zuvielitis. Sie äußert sich vor allem durch Shopping-Hemmung, Volle-Regal-Neurose oder andere Krankheitsbilder und sorgt eher für leere Kühlschränke und Depressionen als für Glücksgefühle. Zweitens – und das ist kein Witz – haben Wissenschaflter den Jammerlappen im menschlichen Gehirn entdeckt. Er heißt Habenula lateralis und bremst den Dopaminausstoß (unsere körpereigene Glücks-Droge), wenn wir uns selbst sagen: „Das wird nichts!“, heißt pessimistisch denken.

Und noch eine weitere wichtige Erkenntnis teilt Hirschhausen mit uns: Warum denken wir eigentlich, dass vier Kleeblätter besser sind als drei Kleeblätter? Vier Blätter sind einfach nur seltener und wir Menschen haben die dumme Angewohnheit unser Glück an Dinge zu binden, die selten sind. Um es in Hirschhausens Worten zu sagen: „Das haben wir uns selbst eingebrockt, das ist bescheuert.“

Gewohnt lässig und mit einer ordentlichen Prise Sarkasmus führt Hirschhausen dem Leser wieder vor Augen, wie wir durch das Leben hasten und wie zynisch doch unser Blick auf die Welt, uns selbst und vor allem das, was wir alle am meisten suchen – das Glück – ist. Auf dieser Reise – quasi als Routenplaner zum Glück mit Reise-Accessoires – begleitet den Leser ein Daumenkino-Pinguin, der dabei seinem ganz eigenen Glück frönt, dem Sprung ins kalte Nass. Fazit: Glück ist gar nicht so schwer zu finden, wie immer alle behaupten und nach diesem Buch werden Sie es mit anderen Augen sehen!

>>> Zurück zu Das Buch, The Book, Le Livre, Det Bog, 책 [chaek] …

Kommentar verfassen

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.