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attraktiv, begehren, egozentrisch, ehrgeizig, ehrlich, fleißig, gütig, gebildet, genug, gierig, intelligent, Licht, männlich, Menschen, menschlich, selbstbewusst, talentiert, Traum, Träume, träumen, unerreichbar, unwiderstehlich, verzehren, Verzweiflung, warmherzig, Weise, zielstrebig
Heute gibt es mal zwei Gedichte, die nicht aus meiner Feder stammen. Ein guter Freund von mir schreibt selbst und lässt mich vieles davon lesen. Das meiste sind Kapitel für sich langsam verdichtende Fantasy-Geschichten, die mich im Großen und Ganzen doch sehr begeistern. Ich sage ihm auch immer wieder er soll mir mehr schicken…
Vielleicht auch davon hier bald mal Einblicke – wer weiß?!?
Aber heute gehts um die Gedichte, die er mir letzte Woche zugesandt hat. Das erste eine Sammlung von Fragen, die glaube ich jeder kennt. Doch sind sie hier so einfach und präzise und dabei doch so poetisch zusammengefasst, dass ich nicht umhin kam mich beim Lesen sofort wieder zu finden und gleichzeitig zu fragen, warum ich es nie so auf den Punkt bringen konnte?! Ein sehr schönes Gedicht, dass ich immer wieder lesen könnte – und wohl auch sollte!
Nicht genug …
Ich bin nicht genug …
Nicht fleißig genug …
Nicht ehrgeizig genug …
Nicht intelligent genug …
Nicht gebildet genug …
Nicht talentiert genug …
Nicht attraktiv genug …
Nicht offen genug …
Nicht ehrlich genug …
Nicht weise genug …
Nicht warmherzig genug …
Nicht männlich genug …
Nicht zielstrebig genug …
Nicht gütig genug …
Nicht selbstbewusst genug …
Ich bin einfach nicht genug.
Bin ich egozentrisch?
Bin ich gierig?
Bin ich vielleicht nur menschlich? Menschlich genug?
(MarSelles 2010)
Das zweite Gedicht wird wohl auch sehr vielen aus der Seele sprechen. Er selbst hat es, wie er sagt, “in einem Anfall von Liebeskummer geschrieben, und obwohl vermutlich jeder erwachsene Mensch schon einmal diesen Zustand erfahren hat, so denke ich doch, dass es für jeden eine andere/eigene Erfahrung ist.” Ich kann ihm nur Recht geben und belasse es bei diesen Worten:
Die Menschen träumen immer von dem, was unerreichbar ist.
Ein Traum, der wahr werden kann, ist es nicht wert, geträumt zu werden.
Du bist unerreichbar für mich,
Deshalb träume ich so gerne von dir,
Deshalb begehre ich dich.
Du bist das strahlende Licht der Verzweiflung,
das mich unwiderstehlich anzieht,
um mich zu verzehren.
(MarSelles 2010)
Danke für diese zwei wirklich schönen Gedichte! Und Danke, dass ich sie hier veröffentlichen darf.

